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Die neue Berufsschule Weilheim: Ein Leuchtturmprojekt für unseren  Landkreis Weiheim-Schongau  

von Stefan Zirngibl 

 

Das Handwerk ist ein wichtiger und unverzichtbarer Standortfaktor für den Landkreis Weilheim-Schongau und trägt, insbesondere in Krisenzeiten, zur wirtschaftlichen aber auch zur gesellschaftspolitischen Stabilität bei.

Mit Fug und Recht können wir Handwerker sagen: Wenn es dem Handwerk gut geht, geht es auch den Gemeinden und dem Landkreis gut. Natürlich müssen die Rahmenbedingungen für das Handwerk stimmen, damit unsere Betriebe investieren und wachsen können, damit die Zahl der Arbeitsplätze gesichert und vermehrt werden kann.

Untrennbar verbunden ist der Erfolg und der Bestand des Handwerks mit einer fundierten, zukunftsorientierten und sich den verändernden technischen Anforderungen angepaßten Ausbildung unseres Berufsnachwuchses.

Ausbildung und damit arbeiten im Handwerk war noch nie zweitrangig und ist es heutzutage noch viel weniger. Jahr für Jahr bilden wir Handwerksmeister weit über 1000 Lehrlinge aus. Die technischen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit unserer Lehrlinge ist in allen Handwerken in den letzten 40 Jahren überdurchschnittlich angestiegen. Allein die Bedienung und Wartung der z.T. PC-gesteuerten Maschinen verlangt ein mehr als hohes Maß an technischem Verständnis verbunden mit großer Sorgfalt und Konzentration. Oft geht es hier um den Umgang mit Werten in Höhe von vielen Tausend €uro. 

Das müssen unsere Lehrlinge lernen, dass müssen unsere Lehrlinge beherrschen!

In unserem gesetzlich vorgeschriebenen dualen Ausbildungssystem, um das uns der „Rest der Welt“ beneidet, muss mit den erhöhten Anforderungen an die Ausbildungsfähigkeit der Betriebe auch die Berufsschule Schritt halten können.

Eine neue, moderne und zukunftsfähige Berufsschule ist für uns Handwerker unverzichtbar, ja eigentlich lebensnotwendig. 

Die Fertigstellung der Berufsschule ist für das Jahr 2021 geplant. Drücken wir uns alle die Daumen, dass das klappt!

 

Was für eine neue Berufsschule soll gebaut werden?

Nun, beileibe kein Prestigeobjekt, wie schon das ein oder andere Mal in der Presse zu lesen war. Und auch wenn sich die Gesamtkosten auf etwa 65 Mio. € belaufen werden, so werden hier keine „goldenen Wasserhähne“ oder irgendetwas gebaut oder eingebaut, was nicht unbedingt notwendig ist. Es soll ein sicher ansprechender Bau entstehen, der auch der Ortseingangssituation Weilheim´s gerecht wird und in dem sich Lehrlinge und Lehrer der kommenden Generationen wohl fühlen. Es wird auch berechtigterweise großer Wert auf  Nachhaltigkeit gelegt, insbesondere was Energieversorgung, Baustoffe, Dachform und Außenanlagen betrifft. 

Aber grundsätzlich wir eine Berufsschule gebaut, die es mit integrierten Fachraumkonzepten ermöglicht, unsere Lehrlinge zukunftsorientiert auszubilden. Die Werkstätten sind so konzeptioniert, dass auch auf sich verändernde zukünftige Anforderungen ohne großen Aufwand eingegangen werden kann.

An der neuen Berufsschule werden Werkstätten für Maurer, Zimmerer, Schreiner, Metallbauer, Maler und Lackierer sowie Kraftfahrzeug-Mechatroniker, Landmaschinenmechaniker und Anlagenmechaniker geschaffen. 

Das heißt es entsteht eine Schule mit großräumigen Werkstätten, nicht nur ein normales Schulgebäude mit Unterrichtsräumen.

Das ist der wesentliche Punkt für die sicher sehr hohen Kosten, aber dieser Aufwand ist eine mehr als segensreiche Investition in den Wirtschaftsstandort Landkreis Weilheim-Schongau.