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Warum denn nicht mal eine Disco?

von Xaver Winter

 

Seit einiger Zeit steht der Wunsch junger Weilheimer: Eine Disco in unserer ruhigen Kreisstadt, eine Möglichkeit abends wegzugehen, um Freunde zu treffen oder neue kennen zu lernen.  

Entscheidendes Argument potentieller Discobetreiber, eine solche Örtlichkeit in Weilheim nicht anzusiedeln, ist, dass Rahmenbedingungen für eine solche Lokalität hier nicht wirklich gegeben sind. Lärmschutz auf der einen Seite, schlechte Bus- und Bahnanbindungen in der Nacht auf der anderen Seite. Zum Teil verständlich – wer möchte schon nachts von angetrunkenen Menschen und lauter Musik im Schlaf gestört werden? Dabei wäre es doch so einfach eine Lösung zu finden – wenn man wollen würde. 

Weilheim soll bald Oberzentrum werden, Weilheim soll auch ein neues Gewerbegebiet bekommen und im Stadtrat wird natürlich rege diskutiert wie grün die Innenfläche eines Kreisverkehrs sein müsse, damit Lebensräume von Tieren, Insekten und Pflanzen keinesfalls beschränkt werden. Aber wer denkt dabei an den Lebensraum junger Erwachsener? Die Möglichkeit Freiheit ausleben zu können, anstelle von der Stadt Weilheim um 22 Uhr ins Bettchen geschickt zu werden!

Für Jugendliche gibt es ja das Come-In, eine Einrichtung mit viel Potential, aber als 18-, 19- oder 25-Jähriger muss man bis nach München fahren, wenn man mal ordentlich feiern möchte. Selbst für etwas lautere, aber weniger ausgelassene Geburtstagsfeiern fehlt die passende „location“ im mittleren Landkreis. Nachfrage gibt es genug, nicht nur aus Weilheim, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden und Dörfern, denn das Angebot von Discotheken ist nicht rar, sondern liegt ziemlich genau bei null.

Die Idealvorstellung wäre natürlich eine Lokalität im neuen Gewerbegebiet Achalaich oder am Trifthof (Also etwas abgelegen vom Siedlungsgebiet), in welcher sich eine Disco ansiedeln kann und ein Nachtbus an bestimmten, stark frequentierten Tagen durch die Gemeinden fährt und die „Party-People“ zur Disco oder wieder ins Heimatdorf bringt, damit Unfälle und entstehende Lärmpegel auf dem Nachhauseweg unterbunden werden. Viele Möglichkeiten, ein solches Angebot schmackhaft für Alle zu machen – auch für die nicht-nachtaktiven Bürger der Stadt – sind gegeben. Hier ist nur etwas Kreativität und Wille zur Veränderung gefordert. Ein großes Potential für die jungen Menschen, die Lebendigkeit und Generationengerechtigkeit der Stadt Weilheim und als gut gewinnbringende Einnahmequelle für die Discobetreiber. 

Vielleicht würde das auch endlich dazu führen, dass „Saufgelagere“ an der Ammer oder in der Au unattraktiver werden und sich Weilheimer Bürger nicht mehr über die daraus resultierenden Müllberge und Glassplitter auf den Wegen aufregen müssen.