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Warum der Nikolaus uns heute Geschenke in den Stiefel steckt.

von Reinhold Schlegel

 

Angefangen hat alles mit dem sogenannten „Wurf-Brauchtum“. Der Legende nach habe der Waisenknabe Nikolaus, bevor er Bischof wurde, drei arme Jungfrauen vor dem Leben auf der Straße bewahrt, indem er ihnen Geschenke zuwarf, die sie als Mitgift nehmen konnten. „Die Menschen haben es daher dem jungen Nikolaus gleich getan und den Kindern Geschenke zugeworfen“. Schnell sei klar gewesen, dass zumeist die größten Kinder die Geschenke fingen. „ Also musste man nach Behältern, um jedem, auch dem kleinsten Kind, Geschenke zu überreichen“. Da es im Mittelalter wenig Becher oder Schüsseln gab und die wenigsten im Haushalt benötigt wurden, kamen die Erwachsenen darauf, Schuhe oder Socken als Behälter zu nehmen. 

„Aus dem Einwerfen wurde also die Tradition, dass Schuhe, meist Holzschuhe, in der Nacht auf dem 6. vor die Türe gestellt und befüllt wurden“. 

Der Leisniger Riesenstiefel hält mit seiner Schafthöhe von 4,90m und einer Sohlenlänge von 2.20m den Guinness-Rekord als Weltgrößter Stiefel. 

Zu seiner Festigkeit wurden 140kg Sohlenleder aus 10 Rinderhäuten verwendet und allein das mit 16 Zacken besetze Sporenrad hat einen Durchmesser von 55cm. Der Stiefel steht im Stiefelmuseum in Leisnig, Sachsen. Hergestellt 1996. 

 

In Deutschland ist der Schuhmacher ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.

Absätze oder durchgelaufene Sohlen reparieren? Das klingt nicht gerade spannend. Schuhmacher tun aber viel mehr. Maßschuhe anfertigen zum Beispiel. Das ist eine kreative Aufgabe. Ein Grund, warum der Beruf zunehmend auch Frauen anzieht. Ein Mensch legt pro Tag zu Fuß rund 3 Kilometer zurück. Damit bringen wir im Laufe unseres Lebens auf rund 150 Millionen Schritte, was einer Strecke von mehr als 100 000 Kilometer oder mindestens zweieinhalb Mal rund um den Globus entspricht. Eine beeindruckende Leistung, die uns zugleich deutlich macht, wie wichtig die Füße und folglich auch die Schuhe sind.

Schuhe sind weit mehr als nur Schutz für die Füße, wirken sie doch in vielerlei Ansicht auf ihren Träger wie auf dessen Umfeld. Ausdrucksstarke, hochwertige Schuhe können eine gewaltige Anziehungskraft entfalten. Stilbewusste Menschen kombinieren mit Leidenschaft und Freude formvollendetes Schuhwerk mit ihrer restlichen Garderobe.

Regelmäßige und vor allem auch richtige Pflege, wie übrigens jede natürliche Haut sie erfordert, ist auf Dauer der beste Garant, daß Topschuhe lange halten und im Laufe der Jahre sogar noch schöner werden. Dazu gehören auch notwendige Reparaturen, die rechtzeitig und fachgerecht durchgeführt werden müssen. Und wer den Schuhmacher-Beruf ausübt, bekennt sich zudem als Umweltschützer und zur Nachhaltigkeit.  Denn angesichts von 400 Millionen Paar verkaufter Schuhe im Jahr, lohnt sich das Reparieren von Schuhen enorm.

Schuhe wollen getragen werden. Werden sie für einige Monate eingelagert, sollte man sie zuvor gründlich putzen. Der Aufbewahrungsort sollte stets luftig, trocken und sonnengeschützt sein. Stecken Sie die Schuhe niemals in Plastiktüten (Schimmelgefahr), sondern benutzen Sie Stoffschuhbeutel.

SchuhmacherIn zu sein, bedeutet für viele nicht bloß einen Beruf auszuüben, sondern ihre Berufung zu leben